Unser täglich Brot

Um das Brotbacken wird oft ein großes Geheimnis gemacht, manche trauen sich an das Thema, werden enttäuscht und hören…

08. Februar 2012
Unser täglich Brot

Um das Brotbacken wird oft ein großes Geheimnis gemacht, manche trauen sich an das Thema, werden enttäuscht und hören dann auf oder sie erzielen ein wundervolles Ergenis und bleiben dabei. Manchmal passiert es dass die nächsten Brote nicht so gut gelingen und man weiß einfach nicht warum.

Ich habe ein Rezept für ein Dinkelbrot das extrem wenig Arbeit macht fantastisch schmeckt und nun seit Jahren immer gleich gut gelingt.

Es heißt: No-knead bread, ein Brot das nicht geknetet wird, aber durch die lange Teigführung eine fantastische, luftige Krume bekommt und einen säuerlichen reichen Geschmack

300g Dinkelmehl
150g Dinkelvollkornmehl
9g Salz
1/2 Tl Trockenhefe
350g Wasser

einfach zusammenrühren bis alles gut vermischt ist und in einer Schüssel mit Deckel über Nacht im Zimmer stehen lassen. Ich habe die besten Ergebnisse bei ca. 10 Stunden.
Am Backtag den Teig mit einer Teigkarte aus der Schüssel auf den bemehlten Tisch geben und von allen 4 Seiten auseinanderziehen und wie ein Briefkuvert zusammenfalten. Mit etwas Mehlzugabe zu einer Kugel formen, so gut es eben bei dem weichen Teig geht und dann mit der glatten Seite nach oben in eine Schüssel geben in der ein stark bemehltes Tuch liegt(Vollkornmehl oder Kleie). Zudecken und ca 1-2 Stunden ruhen lassen.

Ca. 1/Stunde vor dem Backtermin einen gußeisernen Topf mit Deckel in den Ofen stellen, den Ofen auf 250° aufheizen.

Wenn die Temperatur erreicht ist den Topf aus dem Ofen holen(vorsicht sehr heiß) den Teig aus der Schüssel in den Topf gleiten lassen Deckel drauf und ca. 50 Minuten bei 230° backen. Nach 30 Minuten den Deckel runternehmen und nach Sicht fertigbacken.

Klingt kompliziert, ist einfach,schmeckt fantastisch.
Freue mich auf Rückmeldungen und stehe für Fragen gerne zur Verfügung.
08. Februar 2012

Das hört sich ja klasse an! *top*
Aber leider scheitert es in unserem Fall schon am gusseisernen Topf... *nixweiss*
08. Februar 2012

gusseisernen Topf.

Kaufen *idee* *lach*
08. Februar 2012

Nur um um das Rezept auszuprobieren? *gruebel*
*nene*

Vielleicht gehts ja auch mit ner Backform? *nixweiss*
08. Februar 2012

Wahrscheinlich wirds dann von der Konsistenz nicht so *nixweiss*

Muss der Brotexperte mal sprechen
08. Februar 2012
@marcundrike

Mit ner Backform geht es nicht.

Ich nehme für das Brot einen alten gusseisernen Top, es muss kein Neuer von LeCreuset sein der 100 Euro kostet. Wichtig ist nur dass er einen Deckel hat. In dieser geschlossenen Atmosphäre geht das Brot so gut, auch schon wegen der Dampfbildung.
Schaut doch mal auf dem Flohmarkt oder bei der Oma.
08. Februar 2012
Nachtrag - wichtig

Ganz wichtig. Der Knopf am Deckel oder die Griffe am Topf müssen hitzebeständig sein, am besten auch aus Gußeisen oder aus Metall
08. Februar 2012
brot backen

Ich frag mich gerade ob nicht auch ein sog. Römer-tontopf geeignet wäre, denn der nimmt zum einen den dampf auf und gibt ihn dann auch wieder dem brot nach und nach zurück.
Lg
max
08. Februar 2012
Römertopf - Jenaerglas - Pyrexglas - Keramik

Durch die Vorgehensweise, dass der Topf im Ofen stark erhitzt werden sollte, der Deckel abgenommen der (kalte) Teig hineingeschüttet, der Deckel wieder aufgesetzt, sehe ich diverse Gefahren für das Leben des Römertopfes, ansonsten könnte es auch gehen.

Besser geht es noch mit Auflaufformen mit Deckel wie z.B Pyrexglas oder Keramikformen, wie sie ohne Deckel ja ähnlich für Guglhupf verwendet werden.

Aber das beste Ergebnis habe ich immer mit Gusseisen erzielt.
08. Februar 2012
Ein Foto

Wenn es klappt hänge ich noch ein Foto an. So sieht das Brot aus.
08. Februar 2012

Sieht das lecker aus... Ich glaub ich brauch nen Gusseisernen Topf und zwar schnell!!! *top*
08. Februar 2012

Hmmm, habe keinen gusseisernen Topf und das 2. Handicap - mein Backofen geht nur bis 225 Grad *snief*
08. Februar 2012
@spaet_burgunder

Versuche es trotzdem.

Schau mal weiter oben habe ich alternative Gefäße aufgeführt. Und 225° müsste auch gehen. Du musst dann nur schauen, dass du keinen zu großen Wärmeverlust hast, wenn du den Topf aus dem Ofen holst, dafür war die hohe Temperatur gedacht.

Du kannst ja die Backzeit etwas verlängern

Also die beiden Ausreden gelten nicht.
08. Februar 2012
@spätburgunder

...da haben wir es wieder, das Gerätethema, Also doch den falschen Backofen gekauft. *lol*

Wir machen sehr viel in ganz normalen Kuchenbackformen und die Brote werden eigentlich wirklich gut im ganz normalen. o.k. 90er-Backofen oder sogar in unserem Holzbackofen (4 qm Fläche mit Kuppeldecke für optimale Wärmeverteilung).

Wenn es schnell gehen soll Brotbackautomat von Kenwood und neuerdings ein Schnellschuss von ALDI - und der ist richtig gut. Hat sogar zwei Knethaken. Kostete 20 % vom Kenwood. War jetzt bei ALDI im Angebot.

Chiantische *wein* Grüsse von einem der schönsten Hügel der Toskana

Patrone "O"
09. Februar 2012
Gutes Aussehen

Also, ich habe zweimal ein Ciabatta-Brot gebacken, das trauuuuuuuuuuumhaft aussah. Hab noch nie so ein tolles Brot gesehen.

Geschmeckt hat es zum Wegschmeißen (hab ich dann auch).

Schmeckte sehr mehlig, der Teig war fest und komisch, gar nicht wie Ciabatta.
Habe mich genau an die Vorgaben gehalten und war dann ziemlich frustriert.

War ohne Brotbackautomaten, werd mir auch keinen zulegen. Geld und Platz reichen definitiv nicht aus und ich glaube, bei mir würd sich's auch nicht lohnen...

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